Von draußen, vom Walde komm ich her; …

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In ein paar Tagen ist es wieder soweit. Der Nikolaus kommt und füllt die Stiefel der Kinder. Der Brauch geht auf zwei historische Personen zurück: den Bischof Nikolaus von Myra (3. Jhd. n. Chr.) und den Nikolaus von Sion (6. Jhd. n. Chr.). Beide lebten in Orten in der heutigen Türkei, die damals zum römischen Reich gehörten. Im Laufe der Zeit wurden die Überlieferungen der Taten der beiden Männer in der mythischen Figur des heiligen Nikolaus von Myra vereint. Er soll zahlreiche Wunder vollbracht haben, wie etwa Tote wieder zum Leben erweckt haben. Als er von einem verzweifelten Vater hörte, der kurz davor stand seine Töchter zu prostituieren, weil das Geld nicht reichte, warf er des nachts heimlich Goldmünzen durch das Fenster der Familie. Die Saga des Nikolaus, der die Kinder in der Nacht beschenkt, war geboren.

Der heilige Nikolaus war barmherzig, gerecht und half den Menschen. Das ist auch für uns ein Grund, darauf zu achten, was bei uns in den Stiefel kommt

Gerade Kakao gehört zu den wichtigsten Rohstoffen auf dem Markt. Der Handel unterliegt allerdings großen Preisschwankungen. Hinzu kommt, dass es weltweit nur einige wenige große Handelsunternehmen gibt, die daher einen starken Druck auf die Rohstoffpreise ausüben können. Trotz der weltweit hohen Nachfrage, bleibt den Bauern kein existenzsicherndes Einkommen. Zudem ist Kinderarbeit weit verbreitet.

Es stellt sich die Frage wie man Kakao erkennen kann, der aus einem fairen und ökologischen Anbau stammt. Um uns Aufschluss über Aspekte wie Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen zu geben, gibt es Siegel, wie etwa das Fairtrade-Siegel. Die wichtigsten Siegel, die für Schokolade vergeben werden, erklären wir euch hier 

EU-Bio Siegel

Bio-Schokolade, zum Beispiel, stammt aus zertifizierter Bio-Landwirtschaft. Sie hat weniger Rückstände von Pestiziden, die Mensch und Umwelt schaden. Produkte mit Bio-Siegel müssen die EU-Rechtsvorschriften einhalten. Lebensmittel dürfen dieses Siegel nur tragen, wenn 95 Prozent der Inhaltsstoffe aus ökologischem Anbau stammen.

Rainforest Alliance

Der Fokus des Rainforest Alliance-Siegels liegt auf dem Schutz der Wälder.  Durch Schulungen und durch die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Regierungen und Unternehmen werden Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen, zur ökologischen, sozialen und ökonomischen Gesundheit, zur verantwortungsvollen Rohstoffbeschaffung und zur Ertragssteigerung sowie verbesserten Lebensqualität der Farmer vor Ort getroffen. Auf über 15.600 Produkten weltweit ist das Siegel mittlerweile zu finden. Es hat allerdings den geringsten Anspruch aller hier genannten Siegel. So erhalten die Bauern zum Beispiel keinen Mindestpreis für ihre Erzeugnisse.

UTZ

Das UTZ-Siegel wird an Kaffee-, Kakao- Haselnuss- und Teeprodukte vergeben. Das Siegel achtet auf den Schutz der Umwelt, faire Arbeitsbedingungen und Transparenz. Durch Eingabe des Codes, der auf den Produkten abgedruckt ist, lässt sich die Herkunft des Produktes genau bestimmen. Die Kriterien sind allerdings nicht so anspruchsvoll, wie etwa beim Fairtrade-Siegel. Den Bauern wird kein Mindestpreis für ihre Produkte garantiert.

Fairtrade

Noch besser ist es daher Fair-Trade Weihnachtsmänner zu kaufen. Das Siegel achtet auf bessere Arbeitsbedingungen, verbietet Kinderarbeit und den Einsatz gefährlicher Chemikalien. Die Bauern erhalten Mindestpreise und Prämien für ihre Erzeugnisse. Allerdings findet bei Kakao einen Mengenausgleich zwischen „fairen“ und „unfairen“ Produkten statt. Dieses wird auf der Packung erkenntlich gemacht. Bei Schokolade müssen alle Rohstoffe, die „fair“ bezogen werden können, auch aus diesen Quellen stammen. Der Anteil an fairen Rohstoffen darf 20 Prozent nicht unterschreiten.

Naturland und Naturland Fair

Das Naturland-Siegel hat strengere Richtlinien als das EU-Bio-Siegel. Acht gelegt wird besonders wird hier auf den Schutz der Umwelt, das Tierwohl und eine natürliche Verarbeitung. Im Jahr 2010 wurde das Naturland-Fair Siegel eingeführt. Produkte, die mit diesem Siegel gekennzeichnet sind, müssen über die Basisvorgaben des Naturland-Siegels, soziale Aspekte, wie etwa faire Erzeugerpreise und gerechte Löhne erfüllen. Der Anteil an fairen Rohstoffen soll 100 Prozent betragen. Sind einzelne Rohstoffe nicht fair erhältlich, darf der Anteil nicht unter 50 Prozent fallen.

GEPA

Das Unternehmen GEPA setzt sich besonders für einen fairen Handel ein. Das GEPA fair+-Siegel basiert auf den Richtlinien der Siegel Fairtrade, EU-Bio, Naturland Fair und der World Fair Trade Organization. Darüber hinaus müssen die Produkte über die Fairtrade-Standards von GEPA selbst festgelegte Kriterien erfüllen.Viele Produkte stammen zudem aus biologischem Anbau und sind daher gleichermaßen bio und fair.

Bei Schokolade sollte man außerdem darauf achten, dass kein Palmöl enthalten ist, denn durch den Anbau von Ölpalmen werden in Indonesien und Malaysia Regenwälder gerodet. Dies wiederum führt zum Klimawandel und dem Aussterben von Flora und Fauna.

 

nuuwai wünscht euch einen schönen, fairen Nikolaus!

 

 

 

Quellen:https://www.ndr.de/kultur/geschichte/Wer-war-der-heilige-Nikolaus,nikolaus234.html, https://www.fairtrade-deutschland.de/was-ist-fairtrade/fairtrade-standards.html, https://www.test.de/Nachhaltigkeitssiegel-Koennen-Verbraucher-Fairtrade-Utz-Co-vertrauen-5007466-0/, https://utz.org/?attachment_id=5639, https://www.rainforest-alliance.org/lang/de/work/forestry, https://issuu.com/naturland/docs/richtlinienvergleich_01_2014, https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/sites/default/files/medien/437/dokumente/20180910_Uebersicht_Faire_Schokolade.pdf, https://utopia.de/0/umweltschutz/palmoel, https://www.fairtrade-deutschland.de/produkte-de/kakao.html 

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